TEMPEL DEM ANDENKEN GUTER MENSCHEN GEWIDMET mit dem Altar der Tugend

Diese Gartenszene bildet den südlichen Eingang in den Landschaftsgarten. Die Beschreibung, die Wilhelm Gottlieb Becker 1792 gab, illustriert den ehemaligen Zustand:

„Hier erblickt man einen Tempel im griechischem Styl …

Das Innere ist mit sanftem Rosenfarb gemalt. Rauchgefäße und Medaillons, wovon der Grund stahlgrün ist, zieren die Wände. Ein leichter Feston von weißen Rosen verbindet die Medaillons, welche an himmelblauen Bändern aufgehangen scheinen.

An der Hauptwand, der Thüre gegenüber, hängt das Bildniß des Grafen. An den übrigen befinden sich vier große Medaillons, welche die Frömmigkeit, die Treue, die Beständigkeit und die Großmuth darstellen. An der Decke sieht man eine Sonne, das Bild der Wahrheit, die über das Ganze ihre goldenen Strahlen verbreitet. Die kleinen Medaillons enthalten Hieroglyphen und Blumen …

Der hintere Theil des Tempels hat zwei Thüren, die auf Rollen gehen: öffnet man dieselben, so genießt man der reizenden Aussicht nach Elysium.“

Die Ausstattung des Innenraums des Tempels soll derjenigen der Dresdner Freimaurerloge „Zu den drei Schwertern“ ähnlich gewesen sein. Hans Moritz von Brühl und seine älteren Brüder waren aktive Mitglieder dieser Loge.

Der Tempel, der direkt an der Röder an der Stelle stand, wo sich heute eine Bank befindet, ist um 1861 abgebrannt. Bis heute erhalten geblieben ist der Altar der Tugend, der vor dem Eingang in den Tempel stand.

 

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